Ferienbudget der europäischen Nachbarn unter der Lupe

14. Europäische Urlaubsbarometer

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Kundensegmente
Ferienbudget der europäischen Nachbarn unter der Lupe

Am 13. Mai 2014 ist der 14. Europäische Urlaubsbarometer erschienen. Wir nutzen die Gelegenheit, um Ihnen einen Überblick zum Ferienbudget unserer wichtigsten Auslandsgäste zu bieten.

Die gute Neuigkeit für all jene, die im Tourismus tätig sind, sei vorweggenommen: Ferien sind nach wie vor wichtig! Die Betroffenen möchten ihr Ferienbudget mehrheitlich bewahren. Jedoch sind die Folgen der Krise vor allem in den Ländern im Süden Europas spürbar: Immer mehr Spanier, Italiener und Franzosen müssen auf den Sommerurlaub verzichten. Hingegen können diejenigen Gäste ihr Ferienbudget halten, die aus europäischen Ländern kommen, in denen die Wirtschaft besser läuft und die der Krise standzuhalten scheinen.

Die Entwicklung der sozio-ökonomischen Bedingungen in den Herkunftsländern scheint ein Schlüsselfaktor zu sein, den die Akteure der Tourismusbranche aufmerksam verfolgen müssen. Aus diesem Grunde schlägt Ihnen das Walliser Tourismus Observatorium unter anderem Merkblätter zu den wichtigsten Herkunftsmärkten vor. Diese Merkblätter werden regelmässig aktualisiert und vermitteln Ihnen wichtige Informationen zur Entwicklung der sozio-ökonomischen Verhältnisse in den Herkunftsländern Ihrer wichtigsten Kunden.

Ipsos-Umfrage im Auftrag von Europ-Assistance - Europäischer Urlaubsbarometer - Ausgabe 2014 :

Urlaubsbudget: Immer deutlicherer Unterschied zwischen nördlichen und südlichen Ländern

Den Europäern liegt viel daran, ihr Ferienbudget zu bewahren, aber diejenigen, denen das nicht mehr gelingt, werden immer zahlreicher.

Das Ferienbudget liegt an 3. Stelle der Ausgabeposten, bei denen die Europäer zu sparen beabsichtigen (nach der Bekleidung und nach den kulturellen Verbrauchsgütern). Über alle Länder gesehen und auf unterschiedlichen Ebenen wünschen sich die Touristen, ihr Ferienbudget im Rahmen ihrer finanziellen Lage beizubehalten und dabei so wenig Einschränkungen wie möglich zu machen.

Dennoch wird es für 22 % der Europäer zu eng und sie werden dieses Jahr auf ihre Sommerferien verzichten müssen. Der Prozentsatz erreicht übrigens in Spanien und Italien nahezu 40 % (bzw. +6 Punkte).

Urlaubsbudget: Europa ist zweigeteilt

Das durchschnittliche Budget, das Europäer für ihre Sommerferien einsetzen, bleibt insgesamt unverändert. Aber die Entwicklung verläuft je nach Land anders und der Unterschied zwischen denjenigen Ländern, die von der Krise am härtesten getroffen wurden, und den anderen, deren Wirtschaft sich als robuster erweist, wird grösser.

Für 2014 liegt der Unterschied beim durchschnittlichen Ferienbudget zwischen den Ländern des Nordens (Grossbritannien, Deutschland, Belgien, Österreich) und den Ländern im Süden (Frankreich, Italien, Spanien) bei ca. 700 €. Vor der Krise, im Jahr 2008, betrug der Unterschied 372 €.

Parallel dazu ist innerhalb der Eurozone der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Durchnittssbudget innerhalb von sechs Jahren um beinahe 50 % gestiegen.

Die vollständige 14. Auflage des Europäischen Urlaubsbarometers kann hier heruntergeladen werden :

Dokument nur auf Französisch

Le Baromètre des Vacances des Européens 14ème édition

 

 

Anmerkungen zur Methode :

Der Europäische Urlaubsbarometer wurde vom Institut Ipsos Public Affairs im Auftrag der Europ-Assistance-Gruppe erstellt. Dieser Barometer erscheint zum 14. Mal in Folge. Er ermöglicht ein besseres Verstehen der Tendenzen auf dem europäischen Markt und deckt Entwicklungen auf, die diesen Markt beeinflussen. Für die Umfrage 2014 wurden 3505 Personen (Deutsche, Franzosen, Spanier, Italiener, Belgier, Österreicher und Engländer) zwischen dem 10. Februar und dem 20. März 2014 befragt.

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