Den Schnee stieben lassen - Teil 1

Die Generation Y bemüht sich um die "Perfekte Kurve"

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Den Schnee stieben lassen - Teil 1

„Den Schnee stieben lassen“ wird in zwei Teilen angeboten. Dieser erste Blogbeitrag beschreibt das Tiefschneefahren in Kanada und den USA. Das Netzwerk für Tourismus-Beobachtung in Kanada hat zwei erhellende Artikel veröffentlicht, in denen man viel zu dieser sportlichen Tätigkeit erfährt, die sich immer mehr verbreitet. Wir fassen nachfolgend das Wichtigste zusammen.

Der zweite Blogbeitrag befasst sich mit dem Tiefschneefahren im Wallis. Er konzentriert sich dabei auf die Sicherheitsaspekte und auf das Bewusstwerden in der Tourismusbranche, dass die Erscheinung nicht ohne Auswirkungen auf die Alpenfauna bleibt.

In Kanada und den USA bemüht sich die Generation Y um die „perfekte Kurve“   

Eine Studie von „SnowSports Industries America“ hält fest, dass 20 % der amerikanischen Skifahrer und Snowboarder im Jahr 2012/2013 ihr Vergnügen abseits der Pisten gesucht haben. Das waren somit 5 Millionen Personen, hauptsächlich junge Menschen (18-34 Jahre), die so genannte „Generation Y“. In der gleichen Studie liest man, dass diese Skifahrer ihre Motivation mit der Suche nach der „perfekten Kurve“ erklären oder mit dem Vergnügen, draussen in der Natur zu sein. Die Snowboarder der „Generation Y“ geben als Motivation eher das Freiheitsgefühl an, welches ihnen diese Wintersportaktivität vermittelt. Ein Teil der Skisportler fährt auch Snowboard und umgekehrt. Das Gefühl der Freiheit verführt 70 % der Snowboarder dazu, abseits der Piste ihrem Glück nachzujagen, immerhin aber noch innerhalb des Skigebiets. 

Die Piste und damit vorgespurte Wege zu verlassen, das reizt auch die Skifahrer der „Generation Y“. 20 % der jungen Leute haben es bereits versucht, und ein Drittel beabsichtigt, es zu tun, allerdings in einem Bereich, der durch eine Bahn erschlossen ist. Die Hersteller von Skiausrüstung bestätigen für die letzten fünf Jahre ein schnelles Wachstum dieses Segments. In dieser Nische besteht zudem eine deutliche Demokratisierungstendenz, denn das Angebot wird differenzierter und passt sich den Bedürfnissen und dem unterschiedlichen Können der Zielgruppen an. Um der Nachfrage gerecht zu werden und diese nicht ungefährliche sportliche Aktivität zu kanalisieren, bieten Unternehmen in der Region Haute-Gaspésie (Kanada) das Tiefschneefahren mit einem Führer an. Diese sorgen für den nötigen Respekt gegenüber der Natur, die Kursteilnehmer lernen technisch etwas und erweitern ihr Wissen, und sie erleben die Bereicherung einer ausserordentlichen Erfahrung in einer herrlichen Bergwelt.

Nachweise:

Claudine Barry. Inciter les Y à pratiquer les sports d’hiver. 4. Februar 2014. Réseau de veille en tourisme, Chaire de tourisme Transat. http://veilletourisme.ca/2014/02/04/inciter-les-y-a-pratiquer-les-sports-dhiver/

Vincent Leclerc. Le ski hors-piste guidé: une approche durable de la montagne. 4. Februar 2014. Réseau de veille en tourisme, Chaire de tourisme Transat. http://veilletourisme.ca/2014/02/04/petites-et-moyennes-stations-de-montagne-vers-laventure-durable/

Titelbild: Valais/Wallis Promotion. Simon Starkl. Tiefschneefahrer bei Les Marécottes, Mont-Blanc-Massiv.

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