Die soziale Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Welt

Synthese vom 23. November bis zum 6. Dezember 2013

0
Market Intelligence
Die soziale Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Welt

Die nachhaltige Zukunft unserer Festivals

Heutzutage sind sich zahlreiche Personen ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst und möchten mehr Sorge zu dieser tragen. Dies auch während des Reisens! Die engagiertesten unter ihnen buchen Hotels, welche in Sachen Energiekonsum eine Nullbilanz aufweisen oder symbolträchtige Hotels wie das Ariau Amazon Towers für die „Anpassungsfähigen“. Anpassungsfähig ist die Bezeichnung für diejenigen nachhaltigen Konsumenten, welche jedoch nicht auf ein entsprechendes Design verzichten möchten.

Ein Design und ein Komfort jedoch, die sich immer mehr vom überschwänglichen Luxus, den man von bestimmten Hotelketten kennt, abgrenzen. Auch wenn der Markt für die traditionelle Luxushotellerie weiterhin bestehen bleibt (ein Beispiel hierfür wäre das InterContinental Davos, welches diesen Monat eröffnet wird und eine russische Kundschaft anziehen soll, welche weltweit am meisten Geld für ein Hotelzimmer ausgeben), kann heutzutage eine Aufwertung der touristischen Erlebnisse festgestellt werden, während Prestige-Objekte deutlich an Interesse verlieren. Oft fühlen sich die Reisenden nämlich gegenüber der lokalen Bevölkerung im Gastland verpflichtet und möchten mehr über deren Alltag und die damit verbundenen Herausforderungen erfahren. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, überdenken die Tourismusakteure ihre Produkte und träumen von einer verantwortungsvolleren Zukunft. In diesem Sinne hat die „Fédération française des stations vertes de vacances et des villages de neige“ ein Instrument zur Selbstdiagnose eingerichtet. Dieses Instrument ist denjenigen Destinationen vorbehalten, welche über das Label „Station Verte“ verfügen und misst deren Engagement, die Attraktivität eines Aufenthalts in diesen Destinationen und ihre öko-touristische Leistung. Rund um die Sehenswürdigkeiten, welche zum Natur-, Kultur- oder Gesellschaftserbe gezählt werden, hat der Tourismus die Festival- und Eventindustrie entdeckt. Dazu gehören z.B. das Singfestival von Petite-Vallée in der Gaspésie (Kanada), das Pitchfork Music Festival in Chicago und zahlreiche mehr. Sie alle machen sich vermehrt Gedanken über ihresoziale Verantwortung. Und dabei sind sie konsequent: gemäss der Organisation „Festivals et Événements Québec (FEQ)“ generiert dieser Sektor mehr als 9‘500 direkte Arbeitsplätze und mobilisiert beispielsweise ausschliesslich in Québec 50‘000 Freiwillige. Aber wie kann man den Beitrag dieses Sektors zur nachhaltigen Entwicklung messen? Mit dem „Modèle d’évaluation des pratiques sociales (MEPS)“ für Festivals und Events. In Zusammenarbeit mit Loto-Québec und Tourisme Québec hat die Organisation FEQ ein Instrument entwickelt, welches den Organisationen erlaubt, ihre Leistung in Bezug auf ihr soziales Engagement zu messen. Noch ein Service der FEQ für ihre Mitglieder.

Ähnlich wie die Organisation „Festivals et Événements Québec (FEQ)“, welche auch als zentrale Informationsplattform fungiert, findet man in der allerersten Ausgabe der Broschüre „Wallis Festival“ relevante Informationen zu den kulturellen Aktivitäten im Kanton, welche zwischen April und Juni 2014 stattfinden werden.

Der Wellness-Zauber

Was die Wassersportaktivitäten betrifft, richtet man sich im Wellnessbereich vermehrt auf dessen spielerische Seite: Einrichtungen wie Wasserparcours, Musikbäder oder tropischer Regen bereichern die Thermalbäder. Dank dieser neuen zur Erholung einladenden Einrichtungen kann das verstaubte Bild der Heilbäder aufpoliert werden. Wie der Wellnesstourismus seinerzeit gehören die Erlebnisbäder von nun an ins Reiseprogramm des Durchschnittstouristen. Das hat auch das Unternehmen Pierre & Vacances erkannt. Mit ihrem „Pass für Nicht-Skifahrer“ spricht die französische Gruppe genau diejenigen Kunden an, welche Aktivitäten ausserhalb der Pisten suchen, zu welchen in erster Linie auch die Wasseraktivitäten gehören. Dieses Pauschalangebot ist insbesondere auch dann interessant, wenn das Wetter nicht mitspielt oder Schneemangel herrscht, was in Zusammenhang mit der Gletscherschmelze immer mehr der Fall ist.

Im Wallis wurde aus diesem Grund kürzlich über die Verantwortlichkeiten im Bereich des Wassermanagements diskutiert. Übrigens, trotz einer Zunahme der Skifahrertage um 2.6% in der Schweiz im Vergleich zu 2011-12, stellt dies einen Rückgang um 6.7% im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre dar. In der Nationalpark-Region Hohe Tauern in Österreich will man die Kunden über den mangelnden Pulverschnee mit magischen Momenten unter dem winterlichen Sternenhimmel hinwegtrösten. Andere setzen auf Innovation, um Familien anzuziehen oder versuchen eine vor 10 oder mehr Jahren verlorene Kundschaft wiederzugewinnen, wie dies beispielsweise die österreichische Plattform „Allianz Zukunft Winter“ macht.

Die Auswirkungen der Migration auf den Wirtschaftsraum

Ein Familienunternehmen abzugeben ist unter der Bedingung möglich, dass man sich ganz objektiv die richtigen Fragen stellt. Wenn diese Hürde genommen ist, fühlen sich jedoch zahlreiche Restaurateure aus Quebec hilflos, da sie keine Angestellte finden. Einwanderer aus Frankreich könnten dieses Problem lösen. Denn die Franzosen sind nicht nur gute Küchenchefs, sondern werden auch als die treusten Feriengäste angesehen, weshalb sie doppelt gut angesehen sind.

Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass sie nicht so geizig sind wie die Chinesen. Die Chinesen, welche ausserdem technologiebegeistert sind, interessieren sich wahrscheinlich auch für den unerlaubten Zugriff auf GPS-Wellen oder für das erste mobile App, welches für Immobilienbesitzer entwickelt wurde. Dieses hilft den Immobilienbesitzern ihre Immobilien zu verwalten, wenn diese auch als Vermieter für Feriengäste fungieren.

Im Aostatal werden die Chaletbesitzer jedoch die Feriengäste beneiden. Denn diese können vom ersten November 2013 bis zum 4. Mai 2014 gratis durch den Grossen Sankt Bernard Tunnel fahren und zwar hin und zurück, falls sie mindestens zwei Nächte über die Buchungszentrale gebucht haben.

comments powered by Disqus