Beherbergung: Positiver Reservationsstand für Festtage und Wintersaison

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Beherbergung
Beherbergung: Positiver Reservationsstand für Festtage und Wintersaison

Kurz vor Beginn der Wintersaison hat Tourobs eine Stichprobe von Dienstleistern konsultiert, die aus dem ganzen Wallis kommen und repräsentativ für die Diversität der im Wallis angebotenen touristischen Beherbergung sind.

Hotellerie

Tourobs hat in direkter Zusammenarbeit mit dem Walliser Hotelier Verein (WHV) rund hundert Hotelbetriebe kontaktiert, um den aktuellen Reservationsstand für die Festtage und den Jahreswechsel zu ermitteln. Bei dieser Gelegenheit wurden die Hoteliers auch zu ihrer Einschätzung für den Rest der Wintersaison 2017/2018 befragt.

Um genaue Daten zu erhalten und um die Datenermittlung zu beschleunigen, hat Tourobs die Betriebe gemäss der Liste des WHV direkt telefonisch befragt. Zwischen dem 11. und 14. Dezember wurden auf diese Weise 120 Hotels kontaktiert. 78 waren bereit, sich zur Umfrage zu äussern. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Zusammenarbeit.

83 % der Hoteliers äussersten sich – im Vergleich zum Vorjahr – zufrieden mit dem aktuellen Reservationsstand für die Festtage, 37 % zeigten sich sogar sehr zufrieden. 13 % beurteilten den Reservationsstand mit dem vom Vorjahr vergleichbar und lediglich eine Minderheit von 4 % war sich mit der Situation unzufrieden.

Auf die Frage zur Beurteilung der gesamten Wintersaison zeigten die Hoteliers eine mit den Festtagen vergleichbare Einschätzung. Insgesamt waren tatsächlich 84 % zufrieden und unter ihnen sogar 24 % sehr zufrieden mit dem Reservationsstand. Letztere sind dabei um 13 % geringer vertreten. Man muss sich dabei aber auch in Erinnnerung rufen, dass die Last-Minute Buchungen immer häufiger werden. Die Hoteliers haben häufig aufgrund ihrer Einschätzung geantwortet und nicht auf der Basis des realen Reservationsstands, was eher für die Festtags-Periode der Fall war. Auch hier denken 13 %, dass sich die Reservationen ähnlich wie im Vorjahr verhalten; lediglich 3 % äusserten sich eher pessimistisch.

Schwieriger war es hingegen, eine klare Tendenz betreffend die Marktbewegungen zu erhalten. Die Meinungen standen sich hier häufig diametral entgegen. Trotzdem scheinen die Walliser Hoteliers allgemein eine Zunahme der einheimischen Gäste zu erwarten, vor allem bei den Westschweizer Gästen.

Die Hoteliers wurden dazu eingeladen, ihre Hauptsorgen darzulegen, die folgendermassen zusammengefasst werden konnten:

27%

stellen fest, dass die Reservationen immer kurzfristiger erfolgen

20%

bestätigen, dass mit dem Schnee die Reservationen natürlich erfolgen

18%

betonen, dass die Aufenthaltsdauer immer kürzer wird

14%

bestätigen, dass der Preis das entscheidende Kriterium ist

9%

bestätigen, dass, abgesehen von den Festtagen, die Reservationen hauptsächlich an Wochenenden erfolgen

8%

halten fest, dass ihre Kunden nach dem 24. Dezember eintreffen

4%

sind beunruhigt über eine älter werdende Kundschaft, die nicht ersetzt wird


Parahotellerie

Tourobs erfasst und aktualisiert wöchentlich die Daten seines Panels der Parahotellerie Objekte. Diese Stichprobe hat den Vorteil, dass sie die Objekte der aktiven Operateure des gesamten Kantons enthält. Sie berücksichtigt die Diversität der angebotenen Unterkünfte (Chalets, Appartements) genauso wie ihre geografische Verteilung auf alle Destinationen des Kantons. 

Auf der Basis der letzten verfügbaren Daten ist Tourobs in der Lage, genaue Informationen zu dem aktuellen Reservationsstand zu ermitteln, d. h. für die Periode vom 23.12.2017 bis zum 7.01.2018 im Vergleich mit dem Reservationsstand des Vorjahres vom 24.12.2016 bis zum 8.01.2017.

Es wurde ein Reservationsstand festgestellt, der 8.3 % über demjenigen des vergangenen Jahres liegt. Genau wie bei der Hotellerie wird die Solidität der Inlandsnachfrage mit einem Wachstum von 3.7 % bei der Schweizer Kundschaft bestätigt. Eine positive Tendenz bestätigt sich für verschiedene europäische Länder, die 37.5 % der gesamten Übernachtungen für die Gesamtheit der Parahotellerie in dieser Periode ausmachen (Frankreich + 35.1 %, Belgien + 19.5 %, UK + 16.5 %, Niederlande + 5.5 % und Deutschland + 3.4 %). Erfreulicherweise zeigt sich, dass die Länder, die einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, nicht zu den besonders wichtigen Märkten zählen (Italien - 17 %, Luxemburg - 30 %, Spanien - 30.8 %).

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