Aufschwung des Smartphones und M-Commerce im Reisesektor

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Market Intelligence
Aufschwung des Smartphones und M-Commerce im Reisesektor

Nach dem letzten Digitalrapport von We Arese Social & Hootsuite besassen 2018 weltweit 5,135 Milliarden Personen ein Smartphone. Dies ist eine überwältigende Zahl und entspricht einer Zunahme von 4 % gegenüber dem Vorjahr!

Diese Geräte, die immer anspruchsvoller werden, mit leistungsstarken Flatrates ausgerüstet sind (4G unbegrenzt) und immer erschwinglicher werden, haben die Nutzung des Internets intensiviert. Das Smartphone hat den Computer überholt und ist zum wichtigsten Zugang für das Surfen im Internet geworden.

Schätzungsweise verbringt ein Benutzer weltweit im Durchschnitt 3 Stunden pro Tag mit dem Einsatz mobiler Applikationen. Der Markt der mobilen Applikationen hat nicht aufgehört zu wachsen, wobei 2017 175 Milliarden Downloads erreicht wurden (+ 60 % im Vergleich mit 2015).  Die Applikationen aus dem Reisesektor profitieren auch von dieser rasanten Entwicklung.

Bei den Reisen hört der Anteil der Suche, die mit einem Smartphone und einer entsprechenden Applikation durchgeführt werden, nicht auf zu wachsen. Gemäss der letzten Studie von Criteo Travel Insights, die Ende 2017 durchgeführt wurde, repräsentieren die Reservationen, die mittels Smartphone oder Tablet durchgeführt wurden, 45 % der gesamten Reservationen bei Online-Reiseagenturen. Annähernd 60 % der gesamten Reservationen kommen von einem Mobilgerät. Die Plattformen waren neben einer normalen Applikation bei 41 % der Anwendungen 2016 auch mit einer mobilen Web-Version ausgestatte. Bei den «Laste-Minute»-Reservationen macht die mobile Suche bis zu 89 % der Reservationsaktivitäten aus.

Obwohl der Einsatz der Smartphones stark am Ansteigen ist, verhalten sich die Kunden dennoch bei dem Einsatz mehrerer Geräte noch nicht konsequent. Die Studie «How smartphones influence the entire travel journey in the U.S. and abroad», die durch Google und PhocusWright realisiert wurde, zeigt auf, dass sich eine knappe Mehrheit der westlichen Benützer von Smartphones bei der Planung und Reservation eines Aufenthalts lediglich über ihr Smartphone wohlfühlt. Die Inder (87 %), die Brasilianer (67 %) und die Japaner (59 %) sind bei dieser Vorgehensweise wesentlich offener.

Für die Benutzer von Smartphones bleibt der Preis der Hauptfaktor bei der Durchführung einer Reservation. Ebenso werden die Navigationsfreundlichkeit oder der Reservationsprozess als wichtige Aspekte erwähnt.

Wenn der Stellenwert des Smartphones bei der Reise entscheidend ist, trifft dies auch auf die Destination zu. Annähernd drei Viertel (70 %) der amerikanischen Reisenden erklären, dass sie ihr Smartphone auf der Reise immer benützen. Das Smartphone nimmt zukünftig die Rolle des persönlichen Assistenten ein. Es wird vor allem eingesetzt, um Aktivitäten oder Attraktionen zu suchen, Einkaufszonen oder Restaurants zu lokalisieren und um sich zu orientieren.

Gegenüber dieser Tendenz gibt Google der l’expérience des mobinautes die Priorität. In Zukunft wird die Indexierung auf der Basis der Ergonomie und dem Inhalt der Mobilversion erfolgen. Um die Suche zu vereinfachen, äussert Google die Erwartung, dass die Metadaten identisch sind, egal um was für ein Gerät es sich handelt. Die ist bei Unternehmen, die zwei verschiedene Versionen ihrer Homepage besitzen (Mobil und Desktop) nicht immer der Fall. Google hat zudem angekündigt, dass ab Juli 2018 die vitesse de chargement der Seite zu einem Klassierungsfaktor wird, um die Rangfolge bei einer Suchreihe festzulegen.

Um bei der Suchmaschine sichtbar zu bleiben, müssen die Reisefachleute sich Gedanken über ein mobile-friendly machen. Booking.com, KAYAK, eDreams und Lastminute dienen als Beispiele für Google.

Booking.com konnte seinen Mobil Verkehr durch Überdenken seiner Strategie der Key Words, die sich vermehrt an den Erwartungen der mobilen Nutzern wie «preiswert», «Hotels», «Motels in meiner Nähe» orientiert, erhöhen. Heute kommen 68 % des «Trafic» bei Booking.com von mobilen Geräten.

Google besitzt starke Argumente, um die Transformation zu forcieren. Mit seinem calculateur d’impacts zeigt Google auf, dass ein Unternehmen 255'000 Dollar gewinnen könnte, wenn man die Ladezeit von 6 auf 3 Sekunden verkürzt.

Andere Facetten des Einsatzes von Smartphones bleiben noch zu bewirtschaften. Dies betrifft insbesondere die mobile Bezahlung in Europa. Eine Studie von 2017 zu les tendances de consommation des touristes chinois zeigt, dass 65 % der Befragten während ihrer Reise im Ausland die mobile Bezahlung eingesetzt haben. Diese Zahl könnte zukünftig 90 % erreichen, wenn mehr ausländische Händler diese Art der Bezahlung akzeptieren würden oder für diese Bezahlungsart ausgerüstet wären.

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